Patienten fürchten Ansteckung
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Rettungsdienst verzeichnet sinkende Einsatzzahlen. Neustart für „Helfer vor Ort“ ist möglich.
Pforzheim/Enzkreis (pm). Herzinfarkt, Schlaganfall, Wohnhausbrand, Geburt, Knochenbruch, Verkehrsunfall – die Liste der Einsatzstichworte, aufgrund derer die Rettungsdienste in der Region ausrücken, ist lang. Der DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis zieht eine Halbjahresbilanz: Von Januar bis Ende Juni wurden die Rettungswagen 13979-mal alarmiert, das ist deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals betrug der Wert 15066. Notarzteinsatzfahrzeuge rückten laut Statistik 4135-mal aus (Vorjahr: 4535), und ein Rettungshubschrauber kam 202-mal zum Einsatz (Vorjahr: 216).
Das Deutsche Rote Kreuz ist für Menschen in Not da – auch in Zeiten der Corona-Krise. Patienten würden entsprechend den Regeln geschützt.Symbolbild: Huber
Dass es in den drei genannten Bereichen jeweils niedrigere Zahlen gab, führt DRK-Rettungsdienstleiter Herbert Mann auf die Corona-Pandemie zurück: „Seitens vieler Patienten haben wir eine Zurückhaltung festgestellt, den Notruf zu wählen, weil sie Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus in Verbindung mit einem Krankenhausaufenthalt hatten“, sagt Mann. Viele Menschen hätten sich trotz einer ernsthaften Erkrankung nicht unter der 112 gemeldet, seien teilweise gar nicht oder zu Fuß ins Krankenhaus gegangen.
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