Party wird zur Horrornacht

Archiv

19-Jähriger wird wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Pforzheim. Die Halloween-Party am 23. Oktober 2011 in Neuhausen sollte für das Opfer zur Horrornacht werden. Ein Pulk Brutalos schlug ihn vor der Monbachhalle krankenhausreif. „Das war eine Hetzjagd über den Parkplatz. Es sah aus, als ob fünf Wölfe ein Lamm verfolgen“, erinnerten sich die zwei Security-Männer vor Gericht an die Szene. „Mindestens fünf haben auf den Geschädigten am Boden eingeschlagen und eingetreten. Ich bin los und habe mir denjenigen, der mir als aggressiv und kräftig auffiel, geschnappt“, schildert er seine Rettungsaktion, bei dem er einen damals 18-Jährigen aus dem westlichen Enzkreis dingfest gemacht hatte. In dem zweiten Angeklagten, einem 22-Jährigen aus Pforzheim, meinte er bei der gestrigen Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht ein zweites bekanntes Gesicht aus der Gruppe zu erkennen. Die Angeklagten bestritten, Teil der Schlägertruppe gewesen zu sein. Die Verteidigerin des 22-Jährigen, Katja Visel, argumentierte, dass ihr Mandant im Tumult verwechselt worden sei. Der 22-Jährige wurde freigesprochen.

Der 19-Jährige aus dem westlichen Enzkreis bestätigte, dass er handgreiflich geworden sei. „Er hat meine Schwester angemacht und in den Bauch geschlagen. Aus Rache habe ich ihm einen Faustschlag ins Gesicht versetzt. Dann hat der Türsteher mir eine verpasst, so dass ich selbst hinfiel.“ An den Zufall, dass ein Brutalo-Trio das Opfer bei seinem Eintreffen bereits verprügelt hatte, wollte das Gericht nicht glauben. Es verurteilte den 19-Jährigen zu einer Jugendstrafe von einem Jahr, ausgesetzt zur Bewährung auf drei Jahre, und zur Zahlung einer Auflage von 1000 Euro.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen