Partnerschaftsberatung im Ratssaal

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Die Knittlinger Stadträte wünschen sich klare Richtlinien für die Bezuschussung von Reisen ins weit entfernte Andalusien

Gut 2200 Kilometer liegen zwischen Knittlingen und seinen Partnergemeinden Benaoján und Montejaque. Die Tatsache, dass Reisen dorthin entsprechend große Lücken in die Kassen gerade von Vereinen schlagen, hat jetzt im Gemeinderat zu einer Grundsatzdiskussion über Fördermöglichkeiten geführt.

Eine Vitrine im Knittlinger Rathaus enthält nicht nur die Partnerschaftsurkunden, sondern auch zahlreiche Geschenke, die die seit Jahrzehnten gepflegte Freundschaft untermauern.

Eine Vitrine im Knittlinger Rathaus enthält nicht nur die Partnerschaftsurkunden, sondern auch zahlreiche Geschenke, die die seit Jahrzehnten gepflegte Freundschaft untermauern. Foto: Becker

Knittlingen. Freundschaften wollen gepflegt, Partner nicht verprellt werden, und der ideelle Gewinn, den die Kontakte nach Andalusien den Knittlingern bescheren, ist nicht in Euro und Cent zu messen. Euro und Cent fließen allerdings reichlich, wenn als Folge einer offiziellen Einladung große Vereinsabordnungen den Flieger besteigen. Wie stark soll die Stadt hier fördernd unter die Arme greifen? Diese Frage treibt die CDU-Fraktion im Gemeinderat um, die für ihren Antrag, generelle Richtlinien für die 2010 besiegelte Partnerschaft aufzustellen, Unterstützer quer durchs Gremium fand. „Wir möchten, dass bestimmte Dinge geregelt werden“, hoffte CDU-Rat Hans Krauß auf ein „Signal an die Vereine, die einen Kraftakt leisten“. Diese müssten hinsichtlich möglicher Zuschüsse eine klare Linie an die Hand bekommen, denn eine Reise nach Spanien belaste den Etat über Jahre hinaus. Stichwort Etat: Höhere Ansätze in Sachen Partnerschaft im städtischen Haushalt seien nicht erforderlich; es gelte, den Fluss der vorhandenen Mittel anders zu steuern. Besonders wichtig sei, die Begegnung der Jugendlichen zu fördern, erinnerte der Stadtrat an 2013, als eine große Gruppe Knittlinger in den Partnergemeinden empfangen worden sei. Gerade die jungen Teilnehmer schwärmten noch heute von den Erlebnissen. „Partnerschaft bleibt auf Dauer nicht durch offizielle Delegationen, Geschenke und Festreden lebendig, sondern nur dann, wenn die Jugend eingebunden ist“, sagte Krauß.

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