Partnerschaft mit Ungarn ist passé

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Gemeinde Jánossomorja fehlen die Mittel – Illinger Verein setzt auf freundschaftliche Kontakte

Illingen. Die Pläne für eine zweite offizielle Partnerschaft für Illingen werden zu den Akten gelegt. Wie Bürgermeister Harald Eiberger in der Ausschusssitzung in dieser Woche bekanntgab, mache es angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in Ungarn „wenig Sinn“, das Thema weiterzuverfolgen. Der Gemeinde Jánossomorja, die als Wunschpartnerin galt, sei in den vergangenen Jahren ein Drittel ihrer Mittel weggebrochen, will heißen: Sie hat schlicht nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine Partnerschaft mit dem 800 Kilometer entfernten Illingen zu pflegen.

Annäherungsversuche: Schon 2006 und 2007 (Foto) fanden in Ungarn erste Sondierungsgespräche über die künftigen Beziehungen von Illingen und Jánossomorja statt.

Annäherungsversuche: Schon 2006 und 2007 (Foto) fanden in Ungarn erste Sondierungsgespräche über die künftigen Beziehungen von Illingen und Jánossomorja statt. Foto: Foto Krauth Illingen

Die Gemeinde Illingen werde, nachdem ihm der ungarische Amtskollege Dr. Karly Kurncy schriftlich von seinen Nöten berichtet und darum gebeten habe, von einer offiziellen Partnerschaft Abstand zu nehmen, „die Sondierungsbemühungen einstellen“, erklärte Eiberger im Gemeinderatsausschuss und äußerte sein persönliches Bedauern. Andererseits seien die finanziellen Sorgen der 6500-Einwohner-Gemeinde Jánossomorja seit Längerem bekannt. Eine Partnerschaft müsse in beiden Kommunen von einer breiten Mehrheit getragen werden und dürfe sich nicht allein auf Verbindungen zwischen den Verwaltungen beschränken, erklärte Eiberger („Mir tut es leid“) tags darauf gegenüber dem Mühlacker Tagblatt.

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