Partnerschaft macht Schule

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Lehrer aus Tansania zu Gast an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule

Mühlacker. „Learning by doing“ hieß es für die beiden tansanischen Lehrer, Fachbereich Technik, die für zwei Tage eine „Schnupperlehre“ in der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, der Berufsschule des Enzkreises in Mühlacker, absolvierten. Sonst unterrichten Felista Yusuph Nanguka und Yoram Christopher Mnikumbukila am Folk Development College in Masasi, einem Schultypus, vergleichbar mit unserer Berufsschule.

Lehrer aus Tansania informieren sich an der Steinbeis-Schule in Mühlacker.

Lehrer aus Tansania informieren sich an der Steinbeis-Schule in Mühlacker. Foto: Filitz

Die länderübergreifende Partnerschaft, die es seit etwas über einem Jahr zwischen dem Distrikt Masasi und dem Enzkreis gibt, entwickelt sich äußerst positiv, wie Angela Gewiese vom Forum 21, Leiterin der Agendagruppe Tansania und des im Dezember 2012 gegründeten Partnerschaftsvereins berichtete. Kommunale Klimapartnerschaft in vielfältiger Ausrichtung, Einführung von unterschiedlichen erneuerbaren Energien wie Biogasanlagen, solares Kochen, Solarleuchten, Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sollen in Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen vor Ort initiiert und ausgebaut werden. Kooperationen zwischen Kliniken in Neuenbürg und Mühlacker und zwei Krankenhäusern in Masasi zielen langfristig auf eine Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Eine erste fühlbare Unterstützung war die Übergabe eines Ultraschallgerätes, finanziert mit einem Spendenscheck der Aktion „Kindern helfen Kindern“. Am Wochenende fliegen die beiden Lehrer zusammen mit noch zwei tansanischen Technikern, die während dieser Woche in einem Generatorenwerk in Bempflingen geschult wurden, zurück. Im Gepäck zehn Alu-Solarkocher, die sie zusammen mit Schülern von insgesamt vier verschiedenen Schularten aus dem Enzkreis montiert haben. Zehn weitere Solarkocher werden folgen, wenn ein Container mit einer Dreh-, fünf Fräs-, einer Stoß-, einer Tischbohrmaschine, einem Säulenbohrer einschließlich dazugehöriger Maschinenschraubstöcke und passenden Werkzeugsätzen per Schiff nach Daressalam versandt werden. „Wir legen Wert darauf, dass möglichst viel vor Ort erwirtschaftet wird, wenig Fertigprodukte importiert werden. Auch die Kocher und Lampen werden später komplett in Masasi gefertigt. Schulung in vielen Bereichen wird das möglich machen“, fasste Angela Gewiese die Ziele, die alle nachhaltig wirken sollen, noch einmal zusammen.

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