Paketfahrerin steckt in Lügenspirale fest

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42-Jährige ist offenbar mit ihrem Leben überfordert und muss jetzt wegen Unterschlagung wieder ins Gefängnis

Sie wollte die 34 Pakete ja noch ausliefern, die sie unterschlagen hatte, erklärte am Freitag die 42-jährige Angeklagte vor dem Amtsgericht Maulbronn. Doch dazu ist nie gekommen. Jetzt muss sie zehn Monate ins Gefängnis.

Maulbronn. „Das ist doch verrückt!“, stellte Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner fest. Völlig dilettantisch sei die Mutter von drei Kindern vorgegangen. Sie lebe offenbar in einer Scheinwelt, durch die sie sich mit Lügereien und Betrügereien mogele. Davon zeugten das ellenlange Vorstrafenregister und mehrere Haftstrafen. Aktuell steht die Frau unter dreifacher Bewährung – und jetzt geht es wieder ins Gefängnis. Ihre Kinder im Alter von zehn bis 16 Jahren kommen in der Zeit wohl in die Obhut des Jugendamts. Der Vater des ältesten Kindes ist komplett von der Bildfläche verschwunden, und der Vater der beiden jüngeren Kinder muss wohl auch bald für längere Zeit ins Gefängnis. Er sitzt im Pforzheimer Goldbad-Prozess auf der Anklagebank.

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