Ortsgeschichte an Ort und Stel(l)e

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Was hat es mit den Flurnamen in Serres auf sich, mit der Kirche, mit der Sprache der Waldenser? Antworten auf diese und weitere Fragen geben Informationstafeln, die auf Initiative von Cornelia Schuler jetzt in Serres platziert worden sind.

Wiernsheim-Serres. Wenn Cornelia Schuler über die Waldensergeschichte spricht, muss unwillkürlich der Funke der Begeisterung auf ihr Gegenüber überspringen. Wissen über die Glaubensflüchtlinge hat die mit einem Waldensernachfahren Verheiratete schon seit Jahrzehnten angesammelt. Die Kenntnisse spiegeln sich in ihrem Engagement im Freundeskreis, im dieses Jahr Corona-bedingt geschlossenen Waldenser-Museumsstüble in Pinache und in Führungen wider. Bei einer solchen Tour durch Serres erhielt sie vor einigen Jahren den Impuls zu einer weiteren Idee, die jetzt in die Tat umgesetzt wurde: Am Donnerstag wurden auf dem Platz des Patouà gegenüber der Kirche in Serres vier Tafeln eingeweiht, auf denen sich Texte und Bilder zu Waldenserthemen finden.

Ortsgeschichte an Ort und Stel(l)e

Initiatorin Cornelia Schuler (li.) mit der stellvertretenden Wiernsheimer Hauptamtsleiterin Saskia Tsirogiannis und dem Experten für welche Flurnamen, Ludwig Gille, an einer der Stelen.

„Ein Professor aus dem Hessischen sagte mir damals, dass er auf dem Platz weiterführende Informationen vermisse“, schilderte Cornelia Schuler die Initialzündung. Und so machte sie sich auf den Weg, um das 2009 eingeweihte Areal aufzuwerten. „Es sollten auf jeden Fall Waldenserthemen im Mittelpunkt stehen“, erläuterte sie, und die Wahl sei letztlich auf die Bereiche Waldenserkirche, welsche Sprache, das welsche Gedicht und welsche Flurnamen gefallen. Für Letztere ist der frühere Gemeinderat Ludwig Gille ein ausgewiesener Experte, der bei der Einweihung ebenso das Ergebnis der Arbeit bestaunte wie Saskia Tsirogiannis. Die stellvertretende Wiernsheimer Hauptamtsleiterin freute sich über die Umsetzung des Projekts, und Cornelia Schuler lobte die Zusammenarbeit mit dem Wiernsheimer Grafiker und Mediendesigner Hartmut Pauli, der ihre Ideen perfekt umgesetzt habe. Da die Stelen in den Hugenotten- und Waldenserpfad aufgenommen würden, habe Pauli dessen Farben integriert. Die Gestaltung sei abwechslungsreich und anregend.

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