Orgelkonzerte im Kloster Maulbronn

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Programm an den Feiertagen

Maulbronn (pm). Am Pfingstsonntag, 24. Mai, sowie an Fronleichnam, 4. Juni, wird im Rahmen der Klosterkonzerte die Reihe an der Grenzing-Orgel „mit zwei großartigen Organisten“ fortgesetzt. Olivier Latry, der am 24. Mai, um 18 Uhr in der Klosterkirche zu hören ist, „gilt wohl zu Recht als einer der bemerkenswertesten Konzertorganisten seiner Generation“, heißt es vom Veranstalter. Bereits im Alter von 23 Jahren wurde Latry Titularorganist an der Kathedrale Notre-Dame in Paris und verfolgt seitdem eine weltweite Konzerttätigkeit als Organist. Am Pfingstsonntag wird er in der Klosterkirche in Maulbronn zu Gast sein und Werke von Bach, Franck, Vierne, Duruflé zum Klingen bringen. Die berühmte c-Moll-Passacaglia von Johann Sebastian Bach eröffnet das Programm, das ansonsten ganz der französischen Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts gewidmet ist. César Franck beeinflusste mit seinen Kompositionen maßgeblich die französischen Komponisten der nachfolgenden Generationen, wie zum Beispiel Louis Vierne, der bis zu Francks Tod für kurze Zeit sein Schüler in Paris war. Wie Vierne war auch Duruflé – zumindest in Vertretung – als Organist an Notre-Dame in Paris tätig. Das Konzert endet mit einer Improvisation des aktuellen Amtsinhabers, womit sich der Kreis der im Programm vertretenen Titularorganisten an der Pariser Hauptkirche schließt.

Andreas Rothkopf tritt am 4. Juni um 18 Uhr in der Klosterkirche auf. Er ist seit 1986 Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken. Daneben unterhält er eine rege Konzerttätigkeit, die ihn nicht nur als Organist, sondern auch als Pianist bereits durch ganz Europa, Israel, den Vorderen Orient, Südamerika und Japan geführt hat. Im Zentrum seines Repertoires, das alle Epochen umfasst, stehen das Orgelwerk Johann Sebastian Bachs und die deutsche romantische Orgelmusik. Das spiegelt auch sein Programm für die Klosterkonzerte wider. Eröffnet wird das Konzert mit der monumentalen musikalischen Verbeugung Franz Liszts vor Johann Sebastian Bach, die dieser 1856, inspiriert vom Bau der seinerzeit größten deutschen Orgel im Merseburger Dom, schrieb. Mit dem Präludium und der Fuge in G-Dur sowie der Choralbearbeitung zu „Vater unser im Himmelreich“ aus dem dritten Teil der Klavierübung folgen zwei Werke des großen musikalischen Vorbilds. Mit der Sonate c-Moll des deutschen Romantikers Julius Reubke wird ein programmatischer Bogen geschlagen: nicht nur, dass die Uraufführung der Sonate ein Jahr nach Liszts B-A-C-H 1857 an der Ladegast-Orgel im Merseburger Dom erfolgt, Reubke ist zu dieser Zeit auch noch Schüler von Franz Liszt in Weimar.

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