Orchester lässt die Moldau anschwellen
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Konzert des MV Freudenstein bietet Blasmusik auf hohem Niveau
Knittlingen-Freudenstein. Zum Silvesterkonzert hatte der Musikverein Freudenstein in die Weissachtalhalle eingeladen, die mit knapp 300 Besuchern nahezu ausverkauft war. Musikdirektor Bruno Gießer hat wieder einmal zündende Ideen für ein abwechslungsreiches Programm gehabt. Rainer Falk wartete als Moderator mit Informationen zu den Komponisten und ihren Werken auf, wusste aber auch so manches lustige „Döntje“ einzufügen.
Silvesterkonzert: Mit Blasmusik lässt der Musikverein Freudenstein das alte Jahr ausklingen. Foto: Filitz
Die Konzertstunde begann schwungvoll mit der „Polonaise in Es-Dur“ von Anton Dvorak. Aus der sinfonischen Dichtung „Mein Vaterland“ von Smetana erklang dann „Die Moldau“, das bekannteste Werk des Komponisten. Moderator Falk empfahl dem Publikum: „Schließen Sie die Augen und genießen Sie.“ Zwei Quellen hat der Fluss und so lassen auch zwei Querflöten das Wasser zunächst lebhaft plätschern. Jagdszenen und Hochzeitspolka, nächtlicher Nymphentanz, Pauken und Trompeten machen auf gefährliche Stromschnellen aufmerksam. Dissonanzen lösen sich in warmen Klarinettenklang, mit einem prächtigen Crescendo schwillt analog zum Fluss das Orchester zu epischer Breite an, um am Ende mit leisem Flötenklang und einem Paukenschlag sich von der Moldau zu verabschieden, die nach 430 Kilometern in die Elbe mündet.
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