Oratorium „Golgotha“

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Pforzheim (pm). Mit dem Oratorium „Golgotha“ von Frank Martin erklingt die Musik eines Schweizer Komponisten in der Pforzheimer Stadtkirche. Der Oratorienchor Pforzheim führt das Werk am Gründonnerstag, 13. April, um 19 Uhr und am Karfreitag, 14. April, um 15 Uhr auf. Den Orchesterpart übernimmt die Württembergische Philharmonie Reutlingen. Als Solisten sind Kirsten Drope (Sopran), Annelie Sophie Müller (Alt), Sung Min Song (Tenor), Wooram Lim (Bariton) und Armin Kolarczyk (Jesus) beteiligt. Die Leitung hat Heike Hastedt. Corinna Tetzel von der Oper Frankfurt führt am Gründonnerstag um 18 Uhr in das Werk ein.

Frank Martin, 1890 geboren, wuchs in einem protestantischen Elternhaus auf und war nach Abschluss seines Musikstudiums in Genf als Dozent tätig. Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg beschäftigte er sich mit einer Vielfalt von Kompositionsstilen, angefangen bei den Rhythmen der Antike über östliche Volksmusik bis hin zum französischen Impressionismus und zum Jazz. Ab 1930 suchte er die Möglichkeiten der Erweiterung der Tonalität in enger Anbindung an die Harmonie und prägnante Rhythmik. Die Klangwirkungen, die seine Musik dabei entfaltet, sind so einzigartig, dass er 1944 den Auftrag für ein Chorwerk erhielt, das am Tag des Waffenstillstands im Radio gesendet werden sollte. Dieses Werk „et in terra pax“ ging in die Geschichte ein und machte Martin Mut, es unmittelbar danach mit einem Passionsoratorium zu versuchen.

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