Olaf Scholz habe einen „klasse Job“ gemacht
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Der Vorsitzende der SPD im Enzkreis äußert sich zum Kanzlerkandidaten und zu einer möglichen Vermögensabgabe für Reiche.
Enzkreis. Der Vorsitzende der SPD im Enzkreis, Paul Renner, bewertet die Entscheidung für Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten positiv. Auf die Frage, wie ausgerechnet der eher konservative Genosse Scholz zu einem Bündnis mit der Linkspartei passen könnte, sagte Renner kürzlich im Interview mit dieser Zeitung: „Olaf Scholz, der im Gegensatz zur Parteispitze eher dem ,konservativen Flügel‘ zugeordnet werden kann, spricht wiederum andere Wählerschichten an. Durch ein gutes Zusammenspiel zwischen der Parteispitze, Olaf Scholz und der Fraktion können sich in den nächsten Monaten Bälle zugespielt werden und Themen besetzt werden.“
Der Vorsitzende der Enzkreis-SPD betont außerdem, dass Scholz in den vergangenen Monaten einen „klasse Job als Vizekanzler und Finanzminister“ gemacht habe. Renner sagt diesbezüglich: „Da können sich einige Minister der CDU eine Scheibe davon abschneiden.“ Auch in der Frage einer möglichen Vermögensabgabe für Reiche, die die Parteivorsitzenden der SPD im Bund, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, ins Spiel gebracht hatten, positioniert sich der Kreischef der Genossen: „Wenn es um eine Vermögensabgabe für Superreiche geht, dann betrifft das wenige Prozent in Deutschland, die über ein Vermögen von mehreren zehn Millionen Euro verfügen. Diese Forderung ist Parteitagsbeschluss vom letzten Jahr. Natürlich sollte alles aufgrund von Corona und den damit verbundenen negativen Folgen nochmals auf den Prüfstand gestellt werden.“ Grundsätzlich fände er den Vorschlag nicht schlecht, so Renner. Er könnte dem Zusammenhalt der Gesellschaft dienen und mit Blick auf den Wohlstand aller hilfreich sein, sagte der Kreisvorsitzende.
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