Ohne Herberge
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Eine „Begegnung“ in Mühlacker und die Frage: Wie kommen Menschen ohne Obdach über den Winter?
Montagmorgen nach dem ersten Advent. Über Mühlacker liegt bei um die null Grad eine graue Wolkendecke, die eine Mischung aus dünnen Flocken und Nieselregen beschert. Dem Redakteur auf dem Weg zur Arbeit fällt aus dem beheizten Auto heraus ein Mann auf, der sein schwer bepacktes Fahrrad am Rand der Lienzinger Straße über die Bahnbrücke schiebt; mutmaßlich ein Mensch ohne Obdach und festen Wohnsitz, der sein Hab und Gut – in Müllsäcken verstaut, um es trocken zu halten – auf dem Gepäckträger transportiert. Den Mann schützt nur die Mütze vor dem nasskalten Schmuddelwetter, bei dem man weder einen Hund noch, im Fall des Autors, den Kater vor die Tür jagen mag.
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