Oettinger übt Kritik an Energiewende
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Der EU-Kommissar fordert höhere Investitionen in energieeffiziente Gebäude
Pforzheim. Nein, er sieht sie alles andere als unkritisch, die Energiewende in Deutschland. „Heute gilt Windkraft, Windkraft über alles“, sagte Günther Oettinger am Samstag im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Energie- und Beratungszentrums (ebz) im Brötzinger Tal. Derzeit setzten sich Bauern zur Ruhe, weil sie mit Windkraft ein Vielfaches verdienten. Auch Sonnenenergie mache in einem Seitental des Schwarzwaldes keinen Sinn, so der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident und Noch-EU-Energiekommissar.
Im Gespräch: Enzkreis-Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller (v. li.), Kreishandwerksmeister Rolf Nagel, EU-Kommissar Günther Oettinger, Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt und Wolf-Kersten Maier von den Stadtwerken Pforzheim. Foto: Wacker
Wichtiger sei es, bei Gebäuden anzusetzen für die 40 Prozent der verbrauchten Energie in Deutschland aufgewendet werde. „Wenn wir von den 23 Milliarden Euro pro Jahr für die Energiewende nur drei Milliarden für energieeffiziente Gebäude ausgeben würden, wäre viel mehr gewonnen“, sagte Oettinger vor zahlreichen Stadträten, Obermeistern der Innungen und weiterer regionaler Prominenz. Gleichzeitig plädierte er dafür, bei der Stadtplanung im Sinne energieeffizienter Gebäude mehr „mit der Abrissbirne“ zu arbeiten.
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