Ötisheim zieht Protest gegen Zensus zurück
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Neue Berechnung bringt keine finanziellen Nachteile
Ötisheim (ra). Die Gemeinde Ötisheim akzeptiert nun doch ihre amtliche Einwohnerzahl von 4717 Bürgern und zieht den Widerspruch gegen das Ergebnis des Zensus 2011 zurück. Nachdem das Statistische Landesamt im Mai die in einem wissenschaftlich entwickelten Stichprobenverfahren ermittelten Einwohnerzahlen bekanntgegen hatte, rollte eine Welle von Einsprüchen durchs Land. Viele Gemeinden hatten plötzlich weniger Einwohner als nach der Fortschreibung der Zahlen aus der Volkszählung von 1987/1988. Sie befürchteten Einbußen bei den Finanzzuweisungen. „Ungefähr jede vierte Gemeinde erhob Widerspruch“, erklärt Bürgermeister Werner Henle. Auch Ötisheim, das auf diesem Weg fast 100 Einwohner einbüßte, entschied sich für diesen Weg. Mittlerweile hat das Statistische Landesamt das Stichprobenverfahren erklärt. „Karteileichen“ und Fehlstände durch Personen, die sich beim Verlassen des Landes nicht abmelden, führten zu den Differenzen zwischen Zensus und Fortschreibung der fast 30 Jahre zurückliegenden Zählung. Bundesweit werden die Ergebnisse nach unten korrigiert, allein Baden-Württemberg hat demnach 2,54 Prozent weniger Einwohner als gedacht. Bleibt die zur Verteilung stehende Geldmenge unverändert, so erhöht sich der Betrag pro Einwohner. „Im Ergebnis haben wir aus dem Zensus keine finanziellen Nachteile“, rechnet Henle vor.
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