Obstbäume ersetzen den Wildwuchs

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Albverein befreit ehemalige Weinberg-Grundstücke an der Enzschlinge von Sträuchern

Mühlacker-Mühlhausen. „Dass die Felsengärten in Mühlhausen jetzt Naturschutzgebiet sind, ist nicht nur mit Regeln verbunden“, betont Bürgermeister Winfried Abicht. Mit der finanziellen Unterstützung des Landes für die Landschaftspflege und dem ehrenamtlichen Engagement des Albvereins soll dort die Kulturlandschaft bewahrt werden. Abicht bringt das Problem auf den Punkt: „Viele Grundstücksbesitzer können ihre Flächen in den Steillagen nicht mehr bewirtschaften.“ Die Folge: Die Grundstücke wuchern zu und verwandeln sich in wilde Heckenlandschaften. „Und dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir plötzlich Probleme mit Wildschweinen bekommen“, denkt Abicht an die Situation in Enzberg. So weit soll es in Mühlhausen aber nicht kommen.

Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht und Vize-Landrat-Wolfgang Herz (im Hintergrund) freuen sich über das Engagement des Albvereins, der dafür sorgt, dass im Naturschutzgebiet an der Enzschlinge Obstbäume auf ehemals verwilderten Grundstücken Obstbäume gepflanzt werden können. Fachliche Unterstützung bekommen sie dabei von Bernhard Reisch (re.), Obstbauberater im Landratsamt, und Frank Hemsing (2. v. li.) von der Enzkreis-Naturschutzbehörde. Foto: Goertz

Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht und Vize-Landrat-Wolfgang Herz (im Hintergrund) freuen sich über das Engagement des Albvereins, der dafür sorgt, dass im Naturschutzgebiet an der Enzschlinge Obstbäume auf ehemals verwilderten Grundstücken Obstbäume gepflanzt werden können. Fachliche Unterstützung bekommen sie dabei von Bernhard Reisch (re.), Obstbauberater im Landratsamt, und Frank Hemsing (2. v. li.) von der Enzkreis-Naturschutzbehörde. Foto: Goertz

Dort hat der Schwäbische Albverein auf zwei insgesamt etwa 1000 Quadratmeter großen Grundstücken im Gewann „Unter dem Burgsteig“ in ehrenamtlicher Arbeit die Sträucher entfernt, um Platz zu schaffen für ein neues Biotop. „Unser Ziel ist es, dass hier Streuobstwiesen entstehen“, erklärt Frank Hemsing von der Enzkreis-Naturschutzbehörde. „Wir wünschen uns eine vielfältige Landschaft, die auch Lebensraum für Vögel und Schmetterlinge bietet, und keinen wilden Bewuchs mit Schlehen“, fügt Hermann Gommel hinzu. Der Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins Mühlacker weiß, was passiert, wenn Grundstücke aufgegeben werden: „Die Natur holt sich alles zurück.“ Deshalb sei aktive Landschaftspflege nötig.

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