Nöttinger Fans trotz Pleite begeistert
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Reutlingen. Gegen 18 Uhr war an der Kreuzeiche wieder Ruhe eingekehrt. Kaum etwas deutete darauf hin, dass der Fußball-Oberligist FC Nöttingen Stunden zuvor in Reutlingen einen Höhepunkt seiner Vereinsgeschichte erlebt hatte. Nur noch wenige Helfer waren damit beschäftigt, die letzten Spuren auf den Stadiontribünen zu beseitigen. Haften bleiben wird das ganz große Erlebnis, das sich die Fußballer des FC Nöttingen mit dem Gewinn des Verbandspokals selbst ermöglicht hatten: die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals, bei der es gegen den Bundesligisten Hannover 96 ging. Mit seinem Pokalauftritt hat der kleine Verein bundesweit Präsenz erlangt, auch wenn das Resultat mit der 1:6-Niederlage am Ende in sportlicher Hinsicht negativ ausgefallen ist.
David gegen Goliath: Der Oberligist FC Nöttingen (weiße Trikots) setzt immer wieder Nadelstiche gegen Hannover 96. Trotzdem verliert die Mannschaft von Trainer Michael Wittwer 1:6 (0:2). Was neben dem Ergebnis viel mehr zählt, sind die 90 Minuten, in denen der kleine Verein bundesweit Beachtung erfährt.
„Unsere Effektivität vor dem Tor war der Unterschied. Dies zeichnet eine Spitzenmannschaft aus“, sagte danach 96-Coach Mirko Slomka, der dennoch viel Lob für den unterlegenen Underdog übrig hatte: „Nöttingen hat uns das Leben sehr schwer gemacht. Die haben recht quirlig agiert und zu einem ansprechenden Spiel beigetragen.“ Vor allem Leutrim Neziraj schaffte es, die Gästeabwehr immer wieder durcheinanderzuwirbeln. Er belohnte sich dafür in der 53. Minute mit dem Ehrentreffer (1:3). Zu mehr reichte es nicht, denn der Erstligist traf durch Sergio da Silva Pinto (27./32.), Leon Andreasen (47.), Jan Schlaudraff (55./83.) und Konstantin Rausch (83.) gleich sechsmal.
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