„Niemand kann sagen, man habe nicht gewusst, was kommt“

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Gerhard Brändle referiert über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Pforzheim

Pforzheim. Bis heute gibt es keine umfassende Darstellung des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Pforzheim. Die teilweise lückenhafte Quellenlage und unbefriedigende Aufarbeitung der noch vorhandenen Akten war einer der zentralen Punkte, die Gerhard Brändle in seinem Vortrag „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Pforzheim“ herausstellte.

„Es gab viel mehr Widerstand, als bekannt ist“, sagte Brändle im Rathauspavillon vor gut 70 Gästen. Widerstand habe es in vielen Facetten gegeben, fügte der pensionierte Lehrer und Träger der Bürgermedaille hinzu. Brändle zeigte Bilder von illegal verbreiteten Zeitungen mit Namen wie „Rote Fahne“und „Sozialistische Aktion“ oder auch Flugblätter, auf denen bereits früh auf den drohenden Krieg hingewiesen wurde. „Niemand kann sagen, man habe nicht gewusst, was kommt“, sagte Bändle. Während offizielle Kirchenvertreter auf die Linie der neuen Machthaber eingeschwenkt seien, hätten andere „religiöse Sozialisten“ wie Heinz Kappes (Infos unter www.penz.de) Widerstand geleistet. Zeugen Jehovas oder Adventisten seien wegen ihrer Ablehnung des Kriegsdienstes verboten worden und teilweise in Lagern umgekommen wie Klara Müßle.

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