Nicht nur der Mühlehof steht im Fokus

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Zukunftswerkstatt in der Kernstadt: Teilnehmer beschäftigen sich mit zahlreichen Themen und haben konkrete Ideen

Mühlacker. In der Relation zur Einwohnerzahl der Kernstadt hatte die siebte und letzte Zukunftswerkstatt im Rahmen des Mühlacker Bürgerbeteiligungsprojekts mit weniger als 30 Teilnehmern eine äußerst schwache Resonanz. Diese freilich beschäftigten sich nicht minder intensiv mit den Zukunftsfragen der Stadt, etwa wie’s mit der Wohnbau- und Gewerbeentwicklung unterm Sender weitergeht.

Nicht nur der Mühlehof steht im Fokus

Eine überschaubare Runde hat sich am Samstag in der Mörike-Realschule mit den Zukunftsthemen der Kernstadt befasst. Im Lichthof stellte Wolf-Dietrich Glaser, einer der Berichterstatter aus den Gruppen, die Ideen und Anregungen aus seiner Runde zum städtischen Flächenmanagement vor. Foto: Kollros

Gleich in zwei, drei Gruppen wurde das Flächenmanagement behandelt und eine rasche Entscheidungsfindung im Gemeinderat eingefordert. Da zeigte sogar der DGB-Kreisvorsitzende und Ur-Mühlackerer, Wolf-Dietrich Glaser, als Sprecher einer Arbeitsgruppe deutlich Flagge: Oberste Priorität sollte eine „schnelle Entscheidung“ über neue Gewerbeflächen „im Umfeld der Waldäcker“ haben, denn von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen sei die Finanzierung jeglicher Infrastruktur in der Stadt abhängig, gab er die Stimmung in seiner Gruppe wieder. Und nicht minder drängend sei die Realisierung des Wohngebiets auf der Ziegeleibrache. Den Finger in eine andere Wunde legte im Zusammenhang mit Baugrundstücken der Berichterstatter einer weiteren Gruppe: Dort wurde die Vorratshaltung von Grundbesitz für Nachkommen in der Familie kritisiert, was unterbunden gehöre. Ob vielleicht ein städtisches Förderprogramm die Bereitschaft zur Veräußerung von Grundstücken ankurbeln würde, wurde in den Raum gestellt. Ein ganz anderes Thema war die Situation des öffentlichen Nahverkehrs – etwa der Abbau von Tarifhürden infolge von Verbundgrenzen, ein besseres Linienangebot und kürzere Verkehrstakte sowohl innerstädtisch als auch ins Umland oder Anbindungen an Metropolen wie Stuttgart und Karlsruhe zu nachtschlafender Zeit, also ein Angebot für „jüngere Nachtschwärmer“, die sicher liebend gern aufs Auto verzichten würden. Innerstädtisch erscheint die öffentliche Sicherheit und Ordnung verbesserungswürdig, wurde gleichfalls in nicht nur einer Gruppe thematisiert. Eine „zu lasche“ Geschwindigkeitsüberwachung wurde kritisiert oder auch die politische Bereitschaft vermisst, einen Einbahnstraßen-Ringverkehr in Bezug auf Bahnhof- und Hindenburgstraße zumindest zu testen. Angeprangert wurde zudem der Transport von Kindern zu ihren Horts oder Schulen mittels „Elterntaxis“.

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