Neues Wohnquartier entwickelt sich
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Auf dem ehemaligen „Schmid&Wezel“-Areal in Maulbronn geht es voran. Der Bürgermeister der Stadt spricht mit Blick auf das neue Wohnquartier von einer „richtig guten Entwicklung“. Was das Schenk-Areal angeht, ist die Situation jedoch nach wie vor verfahren.
Maulbronn. „Unser Projekt in Maulbronn läuft gut, wir sind mit den Erschließungsarbeiten fertig“, sagt Sabrina Pohl, Geschäftsführerin des Unternehmens ReWied mit Sitz in Ilsfeld, im Gespräch mit unserer Zeitung. Schritt für Schritt geht es auf der ehemaligen Industriebrache zwischen dem Stichgleis, das zum alten Stadtbahnhof führt, und der Hölderlinstraße voran. 2015 kaufte die ReWied GmbH das ehemalige Firmenareal auf und rundete es 2016 mit dem Ankauf einer benachbarten Fläche, die der Deutschen Bahn gehörte, ab. Insgesamt standen ReWied damit etwa 24000 Quadratmeter für sein Wohnbau-Projekt zur Verfügung. Der Einstieg des Investors kam überraschend, denn über viele Jahre hatte sich auf dem brachliegenden Gelände nichts getan, was im Gemeinderat immer wieder beklagt worden war.
In Maulbronn sind der Stadtentwicklung wegen des Klosters, das den Unesco-Welterbestatus besitzt, und der topografischen Lage der Stadt im Tal enge Grenzen gesetzt. Angesichts geringer Spielräume freut man sich über die Innenentwicklung auf dem ehemaligen „Schmid&Wezel“-Areal. Solche Fortschritte wünscht sich der Gemeinderat auch hinsichtlich des ehemaligen Schenk-Areals. Foto: Fotomoment
Jetzt entsteht dort zentrumsnah ein neues Stadtquartier. Pohl spricht von einem „Erfolgsprojekt“, das allerdings mit großen Herausforderungen verbunden gewesen sei. Damit spielt die Unternehmerin vor allem auf die Hanglage des Grundstücks an. „Wir mussten hier als Grundvoraussetzung für eine Bebauung viel modellieren, Terrassen schaffen und eine große Stützmauer einziehen.“ Pohl schätzt, dass bereits im nächsten Jahr die ersten Bewohner auf dem ehemaligen „Schmid&Wezel“-Areal leben könnten. Darüber freut sich auch der Bürgermeister der Stadt, Andreas Felchle: „Was sich da in den vergangenen Jahren entwickelt hat, ist richtig gut – gerade auch angesichts der Vorgeschichte.“ Für die Stadtentwicklung sei es eine gute Sache, wenn eine Gewerbebrache in dieser Form umgewandelt werde. „Spannend ist das an dieser Stelle auch insofern, weil das denkmalgeschützte Hauptgebäude der ehemaligen Firma eine Umnutzung erfährt.“ Was den Einwohnerzuwachs betrifft, rechnet Felchle mit maximal 200 Menschen, die dort einmal leben werden. „Das ist für die Steuerzuweisungen, die wir als Stadt bekommen, gut“, betont der Rathauschef. Gleichzeitig habe der Einwohnerzuwachs auch Auswirkungen auf einen Teil der städtischen Infrastruktur. „In Sachen Kinderbetreuung muss sich etwas tun, das stellen wir schon jetzt fest.“ Die Stadt muss wohl mittelfristig über den Neubau einer Kita nachdenken.
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