Neues 5G-Netz ruft Kritiker auf den Plan
Archiv
Der neue Mobilfunkstandard löst in Maulbronn eine Diskussion aus, die der Gemeinderat in einer Sondersitzung aufgreifen will. Dabei steht laut Bürgermeister jedoch schon jetzt fest, dass die Stadt auf die Ausrüstung bestehender Masten keinerlei Einfluss hat.
Maulbronn. Es wird in diesen Tagen noch mehr als sonst über die Digitalisierung diskutiert. In Zeiten von Home-Office und -schooling benötigen viel mehr Menschen als sonst eine leistungsstarke Internetverbindung. Auf Fortschritte wird von verschiedenen Seiten jedoch nicht erst seit Ausbruch der Pandemie gedrängt. Möglichst jedem Örtchen der Republik soll der Anschluss an die Datenautobahn eröffnet werden. Das ist das erklärte Ziel der Politik in Bund und Land. Auch im Bereich Mobilfunk sollen mit dem 5G-Netz neue Möglichkeiten geschaffen werden.
Einige Maulbronner sehen die Mobilfunk-Sendetechnik auf dem Dach des Grundbuchamts in ihrer Stadt kritisch. Die Strahlung sei gesundheitsschädlich und krebserregend, lauten die Einwände gegen die Anlage. Doch fast jeder nutzt heutzutage ein Smartphone, das Telefonstationen wie diese am Postplatz in Zaisersweiher überflüssig macht. Die Telekom will die letzten Exemplare dieser Art in Maulbronn jetzt abbauen. Fotos: Fotomoment
Nach der Versteigerung entsprechender Mobilfunkfrequenzen, die dem deutschen Staat über sechs Milliarden Euro an Einnahmen brachten, wird die Technik von Unternehmen wie der Telekom oder Vodafone nun verstärkt in die Fläche gebracht. Das sorgt in Maulbronn für Turbulenzen, wo in Sachen Mobilfunk zurzeit einiges in Bewegung ist. Ein neuer Mast ist in der Nähe des Schülenswaldhofs bei Zaisersweiher errichtet worden (wir berichteten). Er wird einen alten Mast ersetzen, der an der Rotenbergstraße direkt an einem Wohngebiet in Zaisersweiher auf einem städtischen Grundstück steht. Der Pachtvertrag für den Standort war ausgelaufen und von der Stadt nicht mehr verlängert worden. Diesen Mast hatten Mobilfunk-Kritiker in der Vergangenheit immer wieder als gefährliche Strahlenquelle für die Anwohner eingestuft. „Jetzt gibt es die Kritik, dass der neue Mast weiter weg ist, aber stärker strahlt“, berichtete der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle am Mittwoch im Gemeinderat. Die 5G-Thematik habe Nachfragen ausgelöst. Was die Stadtverwaltung inzwischen sagen kann, ist, dass der neue Mast nach einer Ankündigung der Firma Vodafone ab dem 1. August mit der neuen 5G-Technologie betrieben werden soll. Der alte Mast solle noch in diesem Juli abgebaut werden, kündigte Felchle an.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen