Neue Szenen bereichern Karfreitagsprozession
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Laiendarsteller der italienischen katholischen Gemeinde inszenieren im Heidenwäldle zum 30. Mal die Passionsgeschichte
Mühlacker. Italienische Katholiken pflegen in Mühlacker seit mittlerweile drei Jahrzehnten an Karfreitag ein vorösterliches Brauchtum, das auch gestern wieder Hunderte von Christen aus der weiten Umgebung in die Wohnsiedlung Heidenwäldle lockte: Mehr als 60 Laienspieler inszenieren die Leidensgeschichte Jesu Christi an seinem überlieferten Todestag.
Nach dem Abendmahl und Judas’ Verrat ...
Neu im „Jubiläumsjahr“: die Abendmahlszene. Jesus trifft sich mit seinen zwölf Jüngern zum Mahl bei Brot und Wein, von wo aus dann der Leidensweg des Gottessohnes seinen Lauf nimmt, nachdem er von Judas entsprechend der biblischen Überlieferung durch einen Kuss verraten wurde. Unter den mehreren Hundert Gläubigen und Schaulustigen auf dem Vorplatz des katholischen Gemeindezentrums breitet sich derweil eine besinnliche Stimmung aus: Die Ankläger Jesu führen ihn – zum dritten Mal dargestellt von Giuseppe Bonsignore – zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter in Jerusalem. Soldaten säumen das Geschehen. Pilatus geht vor allem der Frage nach, ob Jesus tatsächlich ein König sei oder wie von der Menge behauptet ein Übeltäter. Dann die Szene, als Pilatus die Menge fragt, welchen Gefangenen sie entsprechend der Sitte des Passahfestes in Freiheit haben wolle. Sie entscheidet sich, wie die Bibel lehrt, für den Verbrecher Barabbas, der dann jubelnd vor Jesus herumhüpft. Mit schmerzerfülltem Gesicht verfolgt Mutter Maria die gegen ihren Sohn gerichteten Vorwürfe und das abschließende Todesurteil.
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