Neue Helfer für Kröten
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Privatinitiative in Sachen Amphibienschutz
Mühlacker (vh). Privatem ehrenamtlichen Engagement ist die Krötenschutzaktion an der Landstraße zwischen Mühlacker und Lienzingen zu verdanken. Jetzt wurde dort erstmals ein Krötenschutzzaun aufgestellt. Unabhängig voneinander sind im vergangenen Jahr Heidi und Gerd Riehm aus Lienzingen, die Lienzingerin Manuela Burkhard und Gabi Hoffmann aus Mühlacker in den Abend- und Nachtstunden während der Krötenwanderung an der Straße entlangspaziert. Sie hatten sich mit Taschenlampen, Leuchtwesten und Kübeln ausgestattet, um die Amphibien vor dem Straßentod zu bewahren. „Ich verfolge die Situation der Amphibien hier seit meiner Kindheit“, so Gabi Hoffmann, die im Eckenweiher wohnt.
Gerd und Heidi Riehm sowie Gabi Hoffmann (v.li.) haben einen Amphibienschutzzaun an der Landstraße zwischen Mühlacker und Lienzingen aufgestellt. Foto: Fotomoment
Das Gebiet Ziegelhäule und ein kleiner Teich bei der Abfahrt von der B35 in Richtung Mühlacker sind ein Refugium für Springfrösche, Kröten sowie Berg-, Teich- und Kammmolche. „Es gibt vor allem eine große Population an Springfröschen“, weiß Gabi Hoffmann. In Thomas Köberle fand sie einen Unterstützer. Der Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis organisierte 300 Meter Krötenschutzzaun. Die privaten ehrenamtlichen Amphibienschutzhelfer haben diesen jetzt aufgestellt. Zwei Mitarbeiter des Vereins Miteinanderleben packten dabei mit an. Die Stadt hat Schilder aufgestellt, die auf die Amphibienwanderung aufmerksam machen. Für die überzeugten, nicht in einem Verein oder Verband organisierten Amphibienschützer stellt dies eine weitere Hilfe dar. In Eigenregie organisieren sie einen Plan, damit die Zäune jeden Abend kontrolliert werden.
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