Neue Heimat für bedrohte Arten
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Naturschützer begutachten A8-Ausgleichsmaßnahmen
Enzkreis (pm). „Sie werden sehen, wir haben in unserem vergleichsweise kleinen Landkreis eine große Zahl an Schutzgebieten, die selten gewordenen Pflanzen und Tieren eine Heimat bieten.“ Mit diesen Worten hat laut einer Mitteilung der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz 30 Naturschutz-Fachkräfte und die Naturschutz-Beauftragten aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe begrüßt. Die Teilnehmer der Tagung hatten anschließend Gelegenheit, sich bei Abstechern in den Hagenschieß-Wald, an die Enz und nach Ötisheim selbst ein Bild zu machen.
Der Schwerpunkt der Tagung lag auf Ausgleichsmaßnahmen. Damit werden bei Straßenbauprojekten oder anderen Eingriffen in die Natur neue Habitate geschaffen, um einen Ersatz für verlorengegangene Flächen zu schaffen. Beispiel: die Enz bei Eutingen. Dort wurde ein langsam fließender Nebenarm angelegt, um zusätzliche Laichhabitate für den Strömer und die Groppe zu schaffen. Beide Fische stehen auf der Liste bedrohter Tierarten. Die Maßnahme an der Enz erfolgte im Vorgriff auf den geplanten Ausbau der A8 im Enztal – ebenso wie das zweite Beispiel: Auf dem Gelände der ehemaligen NIKE-Basis im Hagenschieß wurde mit der Beweidung durch Schafe und Ziegen ein Kalkmagerrasen etabliert. Zukünftig soll im Verbund mit Böschungen und aufgebrochenen Betondecken ein neuer Lebensraum für die streng geschützte Zauneidechse entstehen.
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