Neue Erzieherinnen dringend gesucht
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Mühlacker/Enzkreis. Der Fall aus einem Kindergarten in Mühlacker ist kein Einzelfall. Während die Städte und Gemeinden ihre Angebote zur Kinderbetreuung sukzessive ausbauen und sich bemühen, die ehrgeizigen Vorgaben des Landes umzusetzen, wird es immer schwieriger, das notwendige Fachpersonal anzuwerben. „Der momentane Fachkräftemangel ist ein landesweites Problem“, stellt Bernd Meier fest. Er ist im Mühlacker Rathaus verantwortlich für die elf städtischen Kindergärten und dafür, dass die Besetzung stimmt. Doch allein dadurch, dass das Land bis 2013 eine garantierte Betreuung für alle Kleinkinder ab dem ersten Geburtstag fordert, ist der Bedarf an Erzieherinnen deutlich gestiegen; in Mühlacker wie andernorts. Um kleinere Kinder zu beaufsichtigen, braucht es zusätzliche Mitarbeiter. Die aber sind immer schwerer zu finden.
Kinder ohne Erzieherin? Fachkräfte für städtische und andere Kindergärten sind derzeit stark gefragt, weil die Städte und Gemeinden ihre Angebote sukzessive ausbauen (müssen).
Über die Ursachen kann Meier nur spekulieren, allerdings habe es vor einigen Jahren eher ein Überangebot an Erzieherinnen und Erziehern gegeben, was möglicherweise den Nachwuchs, der sich schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausrechnete, abgeschreckt habe. Dass offenbar mit der Zahl der Bewerber auch die fachliche Qualifikation der Jobanwärter sinkt, gibt Sabine Albrecht, die Vorsitzende der privaten Betreuungseinrichtung Rabennest e.V. in Mühlacker, zu bedenken: „Die Ausbildung dauert zu lange, ist zu schlecht bezahlt und enthält zu wenig Praxisphasen“, nennt sie die wichtigsten Kritikpunkte am heutigen Verfahren.
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