Neue Eiche erinnert an Theodor Heuss

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Baum steht auf Fläche der ehemaligen Tongrube am Hamberg

Maulbronn. Eine „Theodor-Heuss-Eiche“ steht seit Kurzem auf der wieder verfüllten und aufgeforsteten Fläche der ehemaligen Tongrube am Hamberg in Maulbronn. Am Sonntag, beim Tag des Baumes, wurde die Tafel mit dem Namen des ersten Bundespräsidenten feierlich enthüllt. Seit 1952 wird der Tag des Baumes, den ein Jahr zuvor die Vereinten Nationen weltweit eingeführt hatten, in Deutschland gefeiert. Damals pflanzten Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Robert Lehr, einen Ahorn im Bonner Hofgarten. Am Hamberg erinnert nun eine Traubeneiche an das frühere Staatsoberhaupt.

Wolfgang Radke erläutert den Sinn eines „Tags des Baumes“.

Wolfgang Radke erläutert den Sinn eines „Tags des Baumes“. Foto: Appich

Traubeneichen zählen, so Förster Peter Pfitzer, „zu den ältesten Baumarten überhaupt“. Sie können eine Lebensdauer von 1000 Jahren erreichen und werden bis zu 40 Meter hoch. Die Kulturholzart, von Pfitzer als „Sahne der Forstwirtschaft“ bezeichnet, wurde früher im Schiffbau verwendet, wo allein für ein einziges Kriegsschiff bis zu 1200 Bäume eingeschlagen wurden. Die Eicheln dienten in Notzeiten als Mehl- und Kaffee-Ersatz, die Wälder wurden von der Viehwirtschaft genutzt, und die Bäume fanden und finden Verwendung in den Fundamenten der Lagunenstadt Venedig, in der Fass- und Möbelindustrie. Als Furnierholz können ihre Stämme Preise von bis zu 3000 Euro pro Festmeter erzielen.

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