Neue Aspekte in der Lauster-Debatte
Archiv
Bürgerinitiative macht mobil gegen Deponiepläne – Landrat signalisiert Gesprächsbereitschaft – Hobby-Archäologe wittert Geheimnis
In der Auseinandersetzung um die Folgenutzung des Steinbruchs Lauster in Maulbronn signalisiert Landrat Bastian Rosenau Gesprächsbereitschaft: „Wir haben die Vertreter der Bürgerinitiative informiert, dass wir noch für Februar einen Termin vereinbaren wollen.“ Aber inzwischen macht nicht nur die Bürgerinitiative gegen die geplante Verfüllung des Steinbruchs mobil.
Einfahrt zum Steinbruch Lauster von der Stuttgarter Straße aus: Ein Hobby-Archäologe glaubt, in den Hügeln die Überreste eines jungsteinzeitlichen Grabhügels zu erkennen. Fotos: privat
Maulbronn. Während die Bürgerinitiative „Folgenutzung Steinbruch Lauster“ sich dagegen wehrt, den Steinbruch nicht nur mit Erde, sondern mit Abfall der Deponieklasse eins zu verfüllen, glaubt der Hobby-Archäologe K. Walter Haug aus Walzbachtal, dass es sich bei den Erdwällen und dem Steinbruchgelände selbst um megalithische Grabstätten handelt, die in Pyramidenform angelegt wurden. „Wenn es nach dem Willen der derzeitigen Besitzer des Lauster-Steinbruchs geht, sollen die mächtigen Bauwerke unter 400000 Kubikmeter Bauschutt verschwinden und damit der Forschung, aber natürlich auch den Bürgern, die so kolossale Bauwerke gerne rekonstruiert sehen möchten, für immer verloren gehen“, klagt Haug. Er vermutet Grabkammern im Inneren dieser Hügelgräber aus der Jungsteinzeit, von denen es zahlreiche in der Region geben soll, unter anderem auch in Sternenfels, Kürnbach, Freudenstein und Schmie. Wenn sie wie in Maulbronn jetzt aber verfüllt werden, bestehe keine Chance mehr, die Grabkammern zu erforschen, zu denen, so Haug, mehrere Stollen führen, deren Existenzen bekannt seien. So sei zum Beispiel auf dem Lauster-Gelände ein Stollen, in dem Haug einen Grabgang erkennen will, durch eine Stahltür verschlossen worden. Der ehemalige Besitzer des Steinbruchs, Rolf Burrer, habe ihm darüber hinaus noch von zwei weiteren Stollen berichtet. Ein Grabportal, vermutet Haug, könnte sich am rechten Hügel direkt am Steinbruch-Zufahrtsweg befinden. Dort gebe es große Quader, wie man sie auch an ägyptischen Pyramiden-Portalen kennt.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen