Netze BW öffnet sich für Kommunen
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Wiernsheim (fg). Der Stromversorger Netze BW aus dem EnBW-Konzern will sich für eine Beteiligung von Kommunen öffnen und lockt mit attraktiven Zinsen. In Wiernsheim stößt dieses Angebot auf Zustimmung im Gemeinderat. In seiner nächsten Sitzung will das Gremium entscheiden, mit welcher Summe sich die Gemeinde an Netze BW beteiligen will. Die Mindestbeteiligung beträgt 200000 Euro; als Rendite auf die Einlage, festgeschrieben bis Ende 2024, garantiert Netze BW 3,6 Prozent. „Alle fünf Jahre können sich die Kommunen entscheiden, ob sie ihre Beteiligung fortsetzen, aufstocken oder beenden wollen“, hat Rolf Schönhaar, Kommunalberater der EnBW, dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erklärt. Ein Ausfallrisiko für die kommunalen Investoren bestehe nur bei einer Insolvenz der EnBW. Ansonsten bestünden keine Risiken. Bei einem sinkenden Unternehmenswert, etwa durch den Verlust von Konzessionen, würden die Kommunen durch einen Nachteilsausgleich entschädigt. Der Wert Einlage unterliege – abgesehen vom Insolvenzrisiko – also keinerlei Schwankungen.
Die Beteiligungen sollen gebündelt werden in einer Kommunalen Beteiligungsgesellschaft Netze BW GmbH& Co. KG, die maximal 24,9 Prozent an der Netze BW GmbH halten soll. So wird die Grenze für die Sperrminorität, mit der Anteilseigner Firmenentscheidungen blockieren können, nicht überschritten, und die Netze BW bleiben Herr im eigenen Haus. Dafür bekommt die Beteiligungsgesellschaft ein Vorschlagsrecht für zwei Sitze im Aufsichtsrat des Energieversorgers.
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