Nessie von der Enz
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Reportagen rund um die Uhr: Mittwochmorgen, 9 Uhr, an der Fischtreppe in Mühlacker
Das Schweigen der Lämmer war Hollywood einen eigenen Film wert. Das Schweigen der Fische in der Enz in Mühlacker sollte auch nicht ignoriert werden – findet zumindest die Beobachterin, die eine Stunde lang auf eine Botschaft aus der Tiefe gewartet hat.
Viel weniger medienscheu als die Fische präsentieren sich junge Mitglieder der Familie Schwan, die vor dem Auge der Kamera sogar Wassergymnastik vorführen.
Mühlacker. Es muss sie geben. Heini, den tollen Hecht. Den wendigen Aal-fred, Werner, den Wels, Karl, den Karpfen, Stefan, den Stichling. Gäbe es sie nicht, wäre vor einigen Jahren nicht die imposante Fischtreppe am Wehr hinter dem Gymnasium gebaut worden. Gäbe es sie nicht, säße Richard, der Reiher, nicht um 9 Uhr an diesem Sommermorgen unter stahlblauem Himmel auf einer der zinkenförmigen Erhebungen an der Wasserkante. Wartend. Die menschliche Beobachterin wird es ihm eine Stunde lang gleichtun, wenn sie auch nicht von einem knurrenden Magen, sondern von Wissenshunger ans Enzufer gelockt worden ist. Zu gern möchte sie einen Vertreter jener Arten, die dank des Umgehungsgerinnes am Stauwerk vorbei flussaufwärts wandern können, entdecken und ihm zu ein wenig öffentlicher Anerkennung und Beachtung verhelfen.
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