Naturschützer retten Feuersalamander
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Großes Amphibienhabitat bei Knittlingen wäre beinahe einer Sanierungsmaßnahme zum Opfer gefallen
Werden in Sibirien die Tiger ausgerottet oder im Ozean die Wale, regt das viele Menschen auf. Vermutlich auch in Knittlingen. Verlieren selten gewordene Tierarten direkt vor der eigenen Haustür ihren Lebensraum, interessiert das aber meist nur wenige. Der Knittlinger Manfred Wiech gehört zu den Wenigen.
Der Feuersalamander ist in Deutschland laut Gesetz „besonders geschützt“. Dies bedeutet unter anderem, dass die Tiere nicht eingefangen, verletzt oder getötet werden dürfen. Fotos: Lechner
Knittlingen. „Ich habe dieses große Feuersalamander-Vorkommen schon vor vielen Jahren gefunden“, erklärt das Mitglied der Brettener Nabu-Gruppe und zeigt auf einen wenig benutzen Waldweg im Knittlinger Gewann Kupferhalde. Auf einer Strecke von mehr als hundert Metern liegen dort mehr als zehn tiefe, mit Wasser gefüllte Fahrrinnen. „Die Rinnen sind alt, und wegen der tonhaltigen Erde hält sich das Wasser hier fast das ganze Jahr über“, berichtet der Naturschützer und beobachtet an einem der Löcher aufmerksam die Wasseroberfläche. Das Wasser ist wegen nächtlicher Regenfälle allerdings trübe, und so kann man anfangs kein einziges Tier entdecken. Aber nach ein paar Minuten tauchen die ersten Tiere auf. Recht junge und daher noch unauffällig braun gefärbte Larven und bald darauf auch die ersten fast fertig entwickelten Feuersalamander mit ihrer typischen gelbschwarzen Färbung. Jedes der Wasserlöcher beherbergt gleich mehrere dieser Tiere.
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