Naturfreibad als teurer Dauerpatient
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Verschlammung, Algenwachstum und Co.: Der Tiefe See in Maulbronn ist eine Herausforderung für die kleine Stadt Maulbronn
Das Naturfreibad in Maulbronn kostet jede Menge Geld und macht viel Arbeit. Das Algenproblem erfordert womöglich eine weitere Mähaktion und die große Frage, wie die schleichende Verlandung des Sees gestoppt werden kann, ist immer noch nicht beantwortet.
Ein Mähboot fischt Anfang Juni im Naturfreibad Algen aus dem Wasser, an denen sich Badegäste gestört hatten. Die Aktion könnte eine Neuauflage erfahren, weil die Wasserpflanzen im nähstoffreichen und sauberen See schon wieder fleißig wachsen und gedeihen. Archivfoto: Fotomoment
Maulbronn. Die Badegäste, die sich in jüngster Zeit an den Algen im Wasser gestört haben, denken beim Schwimmen verständlicherweise nicht daran, wie viel Geld die Stadt Maulbronn – sprich: der Steuerzahler – jährlich in das Naturfreibad investiert. Die Attraktion hat die Verwaltung laut Kämmerer Frank Burghardt in den zurückliegenden zehn Jahren jedes Jahr im Schnitt 100000 Euro gekostet – und da sind die Einnahmen schon mit eingerechnet. „In den vergangenen drei Jahren ist das Defizit größer geworden“, berichtet Burghardt. Das liege unter anderem am Personal, das teurer geworden sei. Zu den laufenden Kosten kommen weitere 100000 Euro hinzu, die die Kommune in den vergangenen zehn Jahren etwa in die Neugestaltung des Eingangsbereichs, die Erneuerung von Badeinseln oder in neue Boote gesteckt hat. Am Horizont steht eine weitere Großinvestition, über die der Gemeinderat bald entscheiden muss. Im Zuge eines Gutachtens wurde festgestellt, dass der nährstoffreiche und sehr saubere Badesee schleichend verlandet.
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