Mutmaßlicher Täter gibt das Unschuldslamm
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Angeklagter eines brutalen Raubs zwischen Bauschlott und Dürrn lässt eine Erklärung abgeben – Staatsanwältin fordert lange Haftstrafe
Neulingen/Pforzheim. Die seit inzwischen vier Verhandlungstagen von der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim erwartete Aussage des Angeklagten zu einem brutalen Raub zwischen Bauschlott und Dürrn in der Nacht zum 13. August 2016 gab am vergangenen Montag sein Verteidiger Kristian Frank für ihn ab. Demnach ist der junge Mann ein Unschuldslämmlein. Voll mit Drogen habe er nur das Auto gefahren, in dem die vier Täter saßen, die einen 33-jährigen Radfahrer auf einem Feldweg mit Elektroschockern bewaffnet überfielen, verprügelten, demütigten, ihn gefesselt und ohne Hose blutüberströmt und mit mindestens einer gebrochenen Rippe liegen ließen. Sein Handy und seinen spärlich gefüllten Geldbeutel mit Bankkarte und anderen Papieren nahmen sie mit.
Laut Verteidiger sei sein Mandant vor der Tat gefragt worden, ob er jemandem eine Abreibung verpassen könne, der Drogenschulden habe. Von Waffen sei „nie die Rede gewesen“, so der Anwalt. Sein Mandant sei die ganze Zeit im Auto sitzengeblieben. Die Gegenstände, die bei ihm gefunden wurden, habe er nur „aufbewahrt“. Fünf Gramm Kokain habe er für diesen „Dienst“ bekommen. Mehr werde der 29-Jährige nicht sagen, so Frank.
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