Mutmaßliche Einbrecher haben einige Wünsche

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Gericht verhandelt gegen georgisches Quartett – Angeklagten werden Ladendiebstähle in Mühlacker und Maulbronn zur Last gelegt

Mühlacker/Maulbronn (weg). Die wegen schweren Bandendiebstahls angeklagte junge Frau bewegte sich mit einiger Mühe. Sie hatte drei Tage zuvor ein Kind geboren. Der Vater des Kindes, ebenfalls auf der Anklagebank vor dem Schöffengericht des Amtsgerichtes Karlsruhe, wollte sein Kind sehen. Der dritte Angeklagte (36) hatte keine Jacke, dafür aber Kopfschmerzen und randalierte ein wenig. Der vierte des georgischen Quartetts (30) hatte nur einen Wunsch: Weg von all dem!

So war es keine ganz alltägliche Verhandlung, die zu führen sich Richterin Annette Beese bemühte. Was nicht einfach war, denn neben all den Gebrechen und diversen Wünschen – der Kindsvater wollte einen anderen Verteidiger haben –, erwies sich auch die übersetzte Anklageschrift als „Katastrophe“, wie der Dolmetscher bemängelte. „Das kann kein Mensch verstehen.“ Die Folge: Es wurden die wesentlichen Punkte der Anklage mündlich ein zweites Mal übersetzt. Diesmal verständlich. Eine schriftliche neue Übersetzung wird den Angeklagten noch zugestellt.

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