Muslime wollen füreinander da sein
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Massenandrang im Krankenhaus hat eine einfache Erklärung
Empathie zeigen – und trotzdem klarmachen, wenn Grenzen überschritten werden: Hasan Özer und der Imam Mustafa Acar verdeutlichen Krankenhausangestellten in Mühlacker, wie sie mit muslimischen Patienten und deren Angehörigen umgehen sollen.
Welche Rituale sind für gläubige Muslime im Krankheits- oder Todesfall wichtig? Darüber wird das Klinikpersonal in Mühlacker aufgeklärt. Foto: Disselhoff
Mühlacker. Eine wichtige Botschaft überbringt Özer in seiner Funktion als Sprecher der türkischen Vereine gleich zu Beginn: Nicht jede „Eigenart“ ist religiös bedingt. Manche liegen auch in der Kultur, andere seien persönlicher Natur. Wenig später wird deutlich, dass viele Elemente der muslimischen Bestattung – allen voran, das „schnelle unter die Erde bringen“ des Verstorbenen – schlichtweg pragmatische Gründe haben. Als die Religion im frühen siebten Jahrhundert gegründet wurde und lange Zeit danach hat es keine Kühlmöglichkeiten für Verstorbene gegeben. Gerade in den südlichen Ländern, in denen sich der Islam verbreitet hat, war das ein Problem – und sorgte eben für schnelle Beisetzungen, oft noch am Tag des Todes. Zudem glaubt man im Islam, dass der Verstorbene so lange Schmerzen verspürt, bis er unter der Erde ist.
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