Musikalisches Welttheater als Oratorium
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Carl Orffs Werk „Carmina Burana“ erklingt beim ersten Sinfoniekonzert des Theaters Pforzheim
Pforzheim. Sozusagen mit einem Paukenschlag begann die Reihe der sechs Sinfoniekonzerte des Theaters Pforzheim im Kongresszentrum der Spielzeit 2014/2015. Auf dem Programm stand die beeindruckende Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“, die allerdings in ihrer Art nicht ganz den Intentionen des Komponisten entsprach.
Um 1250 geschrieben, enthält der illustrierte Codex Gedichte und Vagantenlieder, lyrische und satirische Verse, in mittelalterlichem (Küchen-)Latein, in altfranzösischer und mittelhochdeutscher Sprache. Im Zug der Säkularisierung kam die Handschrift 1803 vom Kloster Benediktbeuren, wo sie gefunden wurde, in die Bayerische Staatsbibliothek nach München. 1847 veröffentlichte Johannes Andreas Schmeller die Texte, 1935/1936 vertonte der damals 20-jährige Carl Orff 25 von ihnen. 1937 wurde sein so entstandenes Werk „Carmina Burana“ uraufgeführt. Anlässlich der Generalprobe distanzierte er sich seinem Verleger gegenüber von allen bisherigen Kompositionen, so dass der erste Teil der musikalisch-szenischen Trilogie „Trionfi“, zu der noch „Catulli carmina“ und „Trionfo di Afrodite“ gehören, am Anfang des Orffschen Werks „im eigentlichen Sinn“ steht.
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