Musical tritt für Toleranz ein
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„La Cage aux Folles“ von Jerry Herman und Harvey Fierstein in Pforzheim – Buntes Spiel im Homosexuellen- und Travestie-Milieu
Gewiss ist es ein Stück Unterhaltung, was die Geschichte betrifft, vor allem durch die Musik. Es ist aber auch mehr, es ist ein Stück zum Nachdenken, in dem Toleranz in einem Musical thematisiert wird. Die Rede ist von „La Cage aux Folles“, dem Musical, das jetzt im Theater Pforzheim auf dem Spielplan steht.
Ob Mann, ob Frau, wer weiß es schon genau? Das Musical „La Cage aux Folles“ spielt in einem Cabaret und lotet die Spielarten der Sexualität und der Liebe aus. Foto: Theater Pforzheim
Pforzheim. Das 1983 in New York uraufgeführte Musical, dessen Buch Harvey Fierstein nach der zehn Jahre zuvor in Paris uraufgeführten Komödie „La cage aux folles“ geschrieben hat, spielt im Homosexuellen- und Travestie-Milieu. Es ist eine weder kitschige noch moralisierende Geschichte, in deren Mittelpunkt der als Zaza gefeierte Albin und dessen Lebenspartner Georges stehen. Ihre Bewährungsprobe haben sie zu bestehen, als Jean-Michel, der Sohn von Georges, Anne, die Tochter des erzkonservativen Politikers Edouard Dindon, heiraten will. Das Ganze spielt sich im Sommer in Saint Tropez ab, wo Georges das Cabaret „La Cage“ betreibt und Albin als Travestie-Star Zaza auftritt. Er, der für Jean-Michel zwei Jahrzehnte lang Mutterersatz war, soll ausquartiert werden und der leiblichen Mutter Platz machen, die sich die ganze Zeit nicht um ihr Kind gekümmert hat. Und das, damit man den zukünftigen Schwiegereltern eine sogenannte heile Welt vorspielen kann. Doch es kommt alles anders.
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