„Mundraub“ wird zum Fall für die Polizei

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In Mühlhausen eskaliert ein Streit um gestohlene Trauben – Wengerter beklagen Selbstbedienungsmentalität

Wer sich in der Erntezeit ungefragt an fremden Früchten labt, sollte sich im Klaren sein: Die Ausrede „Mundraub“ greift nicht, es geht – auch wenn der Wert der kulinarischen Beute überschaubar sein sollte – um Diebstahl.

Direkt am Enztalradweg locken die reifen Früchte: Wer als Ausflügler freundlich nach einer Kostprobe frage, sagt der Mühlhäuser Wengerter Karl-Georg Kärcher, erhalte selten eine Absage.

Direkt am Enztalradweg locken die reifen Früchte: Wer als Ausflügler freundlich nach einer Kostprobe frage, sagt der Mühlhäuser Wengerter Karl-Georg Kärcher, erhalte selten eine Absage. Foto: Eier

Mühlacker/Enzkreis. In Mühlhausen hat ein vermeintlicher „Mundraub“ am Samstag sogar die Polizei auf den Plan gerufen, weil ein Streit um einen Trauben-Klau auf offener Straße eskalierte. Geschehen war, wie aus den aufgeregten Schilderungen der Beteiligten herauszuhören war, Folgendes: Eine Weinbergbesitzerin beobachtet zufällig, wie sich die Beifahrerin eines Wagens, der mit eingeschaltetem Warnblinklicht an der Steige gestoppt hat, in einem fremden Weinberg bedient. Die aufgebrachte Zeugin stellt die Täterin kurz danach auf dem Parkplatz der Enztalhalle zur Rede, und die Konfrontation spitzt sich, als die Mundräuberin zunächst alles abstreitet, rasch zu. Am Ende fliegen zwar nicht die Fetzen, aber die Trauben, es gibt gegenseitige Vorwürfe, Wut und Tränen; eine Streife des Reviers Mühlacker rückt als Streitschlichter an.

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