Mundartgottesdienst mit Wolfgang Müller
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Mühlacker-Lienzingen (pm). Wenn Martin Luther in seinem Sendbrief vom Dolmetschen dazu aufruft, die Sprache, die die Leute zu Hause, auf dem Markt und auf den Gassen sprechen, (auch) zur Richtschnur für die Predigt zu nehmen, öffnet er ganz bewusst der Umgangssprache vor Ort die Tür zur Kirche, und ermutigt Liturg/in und hörende Gemeinde zum Feiern von Gottesdiensten in der regionalen Mundart.
Wolfgang Müller aus Söllingen hat im Rahmen des Reformationsjubiläums einen solchen Gottesdienst in seiner heimischen pfinzfränkischen Mundart ausgearbeitet, zu dem er in Kirchen im mittelbadischen Raum einlädt – so auch am kommenden Sonntag, 29. Juli, um 10.30 Uhr in der Peterskirche in Lienzingen, Als Prädikant der Evangelischen Landeskirche, und als gern gehörter Radioautor und Badischer Mundartpreisträger, kann und darf er in mehrfacher Hinsicht aus berufenem Mund sprechen. Grundlage des Gottesdienstes sind Verse aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser, die in dem Vorschlag gipfeln: Doch oins vor allem: Schlupfet en d’Liebe nei! (Kolosser 3,14) Zu diesem besonderen Gottesdienst sind alle eingeladen, d’Regelbesucher genauso wie d’Widdermol-Vorbeigugger und natürlich auch die, die de Kirchturm sonscht bloß zum uff d’Uhr Gugge brauche.
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