Münzen millionenfach im Umlauf
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Graveur Eugen Ruhl erhält für seine Verdienste um die Stadt Pforzheim die Portus-Medaille
Pforzheim. Eugen Ruhl (84) strahlt über das ganze Gesicht. Das liegt nicht nur an seinem Freund und Oberbürgermeister Gert Hager, sondern auch an der Dame an seiner Seite, die seit Kurzem seine Lebensgefährtin ist: Dietlinde Hess, jedem vom Bürgerverein Dillweißenstein ein Begriff. Sie geht an diesem Dienstagvormittag im sechsten Obergeschoss des Rathauses auch nicht leer aus – Blumen stehen für sie bereit –, aber noch wichtiger ist die Ehrung des neuen Mannes an ihrer Seite. Eugen Ruhl nämlich erhält die „Portus-Medaille“ aus den Händen von Gert Hager, und die bekommt beileibe nicht jeder, sondern nur Personen, die sich um die Stadt verdient und sie weit über die Grenzen hinaus bekanntgemacht haben. Das kann man in Bezug auf Eugen Ruhl sicher fett unterstreichen, sind doch seine preisgekrönten Münzentwürfe wie die von Bundeskanzlerin Angela Merkel an Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte Zwei-Euro-Gedenkmünze Baden-Württemberg (2013) mit dem Motiv des ehemaligen Zisterzienserklosters Maulbronn 30 Millionen Mal geprägt worden und in alle Himmelsrichtungen und Portemonnaies gerollt – sicher auch in die eine oder andere Münzsammlung. Gern erinnert sich Eugen Ruhl auch an seine erste Münze aus dem Jahr 1989, die Kaiser-Friedrich-Barbarossa-Münze. „Die hat besonders Spaß gemacht“, sagt der Mann, der oft nachts Entwürfe im Kopf wälzt und sie dann umsetzt. Immer noch. „Vielleicht etwas langsamer, aber es geht noch“, wie er schmunzelnd bei der Ehrung sagt.
Doppelte Freude: Eugen Ruhl (Mitte) bekommt von Oberbürgermeister Gert Hager die Portus-Medaille überreicht, seine neue Lebensgefährtin Dietlinde Hess erhält einen bunten Blumenstrauß.Foto: Roth
Die Ehrung mit der Portus-Medaille erhält Eugen Ruhl laut Gert Hager auch deshalb, weil er viel ehrenamtlich und ohne groß damit anzugeben für die Stadt getan habe, indem er unter anderem auch für die Faschingsgesellschaft PFG Orden kreierte, an der Ehrungsmedaille der Stadt für „verdiente Bürger“ mitarbeitete und die Siegerschale des Deutschen Fußballbundes für das älteste Turnier des Verbandes entwarf. „Es ist mir ein Herzensanliegen“, sagt Gert Hager bei der Überreichung der Portus-Medaille.
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