Müller Fleisch wirbt bei Abgeordneten
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Lobbyarbeit vor den Beratungen im Bundestag über bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. SPD-Abgeordnete Katja Mast zählt allerdings nicht zu den Adressaten des Impulspapiers, bekommt es aber doch zugespielt und macht es öffentlich.
Enzkreis. Am heutigen Donnerstag beginnen die Beratungen im Bundestag über bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Im Vorfeld hat die Firma Müller Fleisch fleißig Lobbyarbeit betrieben, ist aber ins Fettnäpfchen getreten. So sieht es zumindest die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast.
Akkordarbeit in der Kälte: Hackfleischschalen, die später beim Discounter ins Kühlregal einsortiert werden, verlassen das Fließband in der Produktion von Müller Fleisch in Birkenfeld. Foto: Wewoda
Müller Fleisch hat ein Schreiben an einzelne SPD-Abgeordnete geschickt, um für Kompromisse beim Gesetzentwurf zu sorgen. Katja Mast gehörte nicht zu den Adressaten. Obwohl der Firmensitz von Müller Fleisch in ihrem Wahlkreis liegt und sie als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales auch für das Arbeitsschutzkontrollgesetz federführend zuständig ist. Scheinbar ist es auch kein Zufall, dass Mast den Brief nicht erhalten hat. Denn wie der Abgeordnete Lothar Binding verwundert feststellt, gehöre nach seinem Kenntnisstand auch Staatssekretärin Anette Kramme nicht zum Kreis der Adressaten der Lobbyarbeit von Müller Fleisch. „Das ist insofern spannend, als dass ihr Wahlkreis Bayreuth ist und Sie dort einen weiteren Standort haben“, schreibt Binding an die Geschäftsführer von Müller Fleisch.
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