Müll: Gemeinde setzt auf das „Plogging“
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Niefern-Öschelbronn (pm/the). Während die traditionellen Stadtputzeten im Frühjahr der Corona-Krise zum Opfer gefallen sind, haben der Drang der Menschen in die Natur – verbunden mit der Schließung der Gastwirtschaften und einem verstärkten Trend zum Lieferservice – Spuren in Form von mehr Müll in der Landschaft hinterlassen. Insbesondere Nutzer von Fast-Food-Ketten, heißt es in einer Mitteilung aus der Gemeinde Niefern-Öschelbronn, nähmen es scheinbar mit der Rücksichtnahme auf die Umwelt nicht immer allzu genau. „Unser Bauhof ist seit Wochen mit einem Team nur im Einsatz, um den Müll anderer Menschen einzusammeln. Diese gesellschaftliche Entwicklung ist extrem ärgerlich, zeit- und kostenintensiv“, ließ Bürgermeisterin Birgit Förster verlauten. Als Ersatz für die Putzete, die im April wegen Corona-Einschränkungen ausgefallen sei, habe sich die Gemeinde deshalb eine besondere Aktion einfallen lassen und sogenannte „Plogging-Sets“ für die Bürger vorbereitet.
„Plogging“, gebildet aus den Bestandteilen „plocka“ (schwedisch für „aufheben“, „pflücken“) und Jogging, steht laut Mitteilung, die sich bei der Definition auf das Internetlexikon Wikipedia beruft, für eine Natursportart, bei der – zumeist organisiert und mit Handschuhen sowie Abfallbehältnissen ausgestattet – die Vermüllung der Landschaft bekämpft und der Abfall dem Recyclingkreislauf zugeführt wird. Die Idee, gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit und für die Umwelt zu tun, stamme vom schwedischen Umweltaktivisten Erik Ahlström, den der viele Müll in Schwedens Hauptstadt Stockholm gestört habe. Kurzerhand habe er 2016 Laufgruppen organisiert, die sich dazu aufgemacht hätten, die Stadt sauberer zu machen.
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