Mühlhäuser ärgern sich über Müllsünder
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Mühlacker-Mühlhausen. „Die Vermüllung der Landschaft wird seit Jahren immer schlimmer“, schimpft Otto Diemer aus Mühlhausen, als er im Gewann „Hardt“ oberhalb von Mühlhausen in Richtung Lomersheim auf einen an einer Hecke wild entsorgten Fernsehapparat zeigt. Diesen hatte ein Grundstücksbesitzer aus Mühlhausen, der namentlich nicht genannt werden will, auf seiner Obstbaumwiese gefunden. Schon seit Jahren müssen sich die „Stücklesbesitzer“ und Hobbyweingärtner im Gebiet „Hardt“ über weggeworfene Plastiktüten, Essensreste und Verpackungen von Fast-Food-Restaurants ärgern. Schon Teile von Kücheneinrichtungen wurden in der freien Landschaft zwischen Mühlhausen und Lomersheim entsorgt. Diemer und weitere Mühlhäuser Bürger erinnern sich, dass bei den illegal abgelagerten Küchenmöbeln in einer Schublade alte Kontoauszüge und Fotos gefunden worden sind. So konnten die Übeltäter schnell ermittelt werden. Otto Diemer: „Es waren junge Leute aus der Rauhensteinsiedlung. Deren Eltern haben sich entschuldigt, und die jungen Leute haben ihre alten Küchenmöbel entsorgt.“ Leider sei dies ein Einzelfall, meint der 79-jährige Mühlhäuser. „In den meisten Fällen sind die Müllsünder leider nicht zu ermitteln.“
Otto Diemer bringt den illegal entsorgten Fernsehapparat auf die Deponie Maulbronn.
Nach den Beobachtungen von Otto Diemer wird mindestens zwei- bis dreimal in der Woche an der Straße von Lomersheim, kurz vor der Kreuzung oberhalb von Mühlhausen, Müll wild entsorgt. Auch an anderen Stellen, geschützt von Hecken und Bäumen, finde man immer wieder Hinterlassenschaften der Konsumgesellschaft. Otto Diemer kritisiert mit deutlichen Worten – „diese können Sie nicht schreiben“ – das Verhalten der Müllsünder. Jeder habe im Enzkreis genügend Möglichkeiten, seinen Müll den Regeln entsprechend zu beseitigen, meint der 79-Jährige. Für die „Dreckspatzen“ müssten schließlich alle Steuerzahler aufkommen. Allein im Raum Mühlhausen werde der städtische Bauhof nach dem Wochenende mit großen Mengen Müll konfrontiert. Der Rentner: „In den meisten Fällen hätten die Leute ihren Müll zu Hause entsorgen können.“
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