Mühlacker will Klimaschutz verstärken

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Thomas Steidle von der Energieagentur Baden-Württemberg stellt Ausschuss „Steckbrief“ mit Vorschlägen zu Maßnahmen vor. Kommunalpolitiker sehen fraktionsübergreifend weiteren Handlungsbedarf. Stadt hofft auf Förderprogramm des Landes.

Mühlacker. Die Stadt Mühlacker war schon bisher nicht untätig, muss aber künftig noch mehr für den Klimaschutz tun. Das ist die Erkenntnis einer Beratung im Ausschuss für Umwelt und Technik, der ein Vortrag von Thomas Steidle von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg vorausgegangen war, der Anregungen gab, wie die Kommune ihren Beitrag zur Verbesserung der prekären Situation leisten könnte. Die Vorstellung und Erläuterung des „Klimaschutz-Steckbriefs“ der Agentur hatte die CDU-Fraktion beantragt, die will, dass die Stadtverwaltung zusammen mit den Stadtwerken Vorschläge zum Klimaschutz erarbeitet.

Thomas Steidle legte Zahlen zur Entwicklung der CO2-Entwicklung in Mühlacker von 2009 bis 2017 vor. Der größte Anteil an den Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid kommt aus der Industrie mit drei Tonnen pro Einwohner und von Haushalten mit 2,1 Tonnen – mehr als vom Verkehr, der 1,6 Tonnen pro Einwohner zu dem registrierten Ausstoßaufkommen beitrug. Während in der Großen Kreisstadt die Werte bei der Industrie über denen des Landes lagen, war der CO2-Anteil bei Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie Verkehr niedriger als in Baden-Württemberg insgesamt. Ziel sollte eine 90-Prozent-Minderung bei den Treibhausgasen bis spätestens 2050 sein, wozu auch eine Beschränkung des Heizwärmebedarfs aller Gebäude auf unter 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gehört. Wichtig sei, so Thomas Steidles Appell ans Gremium, dass der Gemeinderat bei allen Projekten komplett hinter dem Klimaschutz stehe. Zu den Maßnahmen und Schritten, die der Referent empfahl, zählen ein jährlicher Aktionsplan Klimaschutz und ein ebenfalls jährlicher Klimaschutzbericht. Bei einer Abweichung vom „Zielpfad“, also einer 90-Prozent-Reduzierung beim CO2, sollen laut Steckbrief der Agentur 180 Euro pro Tonne als zusätzliches Budget für den Klimaschutz bereitgestellt werden.

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