Mühlacker verliert seinen Chronisten

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Zum Tod von Oskar Steinacker

Mühlacker (the). Das Mühlacker Tagblatt, der Stieglitz-Verlag und die Elser Gruppe Druck und Medien trauern um Oskar Steinacker. Über Jahrzehnte hinweg hatte der profunde Kenner der Stadtgeschichte und enge Freund des Hauses die Leser unserer Zeitung mit seinen Beiträgen zur Ortschronik begeistert. Am 9. April war der langjährige Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Mitstreiter in verschiedenen Vereinen im Alter von 85 Jahren verstorben; die Beisetzung fand auf eigenen Wunsch in aller Stille und im engsten Familienkreis statt.

Oskar Steinacker†

Oskar Steinacker†

Bescheidenheit war einer der prägenden Charakterzüge des waschechten Mühlackerers Oskar Steinacker, der die Entwicklung seiner Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg – in verantwortlicher Tätigkeit in verschiedenen Ämtern und als persönlicher Referent des (Ober-)Bürgermeisters – eng begleitete und ein Stück weit mitgestaltete. Dabei galt sein besonderes Interesse den historischen Wurzeln der Dürrmenzer und Mühlackerer, der Dachtraufschwoba, der Hondsbeitel und anderer alteingesessener Volksgruppen, denen er in seinen Artikeln im Mühlacker Tagblatt auf humorvolle Art nachspürte. 2001 erschien im Stieglitz-Verlag der viel beachtete Band „Geschichte und Geschichten zwischen Burg und Sender“, der seine Beiträge zur Ortschronik in Buchform zusammenfasste – eine Liebeserklärung an die Heimat und ihre Menschen.

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