Mühlacker soll an sich arbeiten
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Mühlacker. „Mühlacker hat viele Facetten, aber kein Gesicht“, zitierte eine der sechs Studentengruppen, die sich in ihren Projekten mit den möglichen Aufgabenstellungen für Citymanager Thomas Müller beschäftigten, aus einer Befragung von Menschen aus Mühlacker und Umgebung. Während sich die jüngeren Einwohner unter 45 Jahren vor allem zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten oder am besten gleich ein neues Einkaufszentrum wünschen, liegt den Älteren neben dem „Dauerbrenner“ Verkehr vor allem das Stadtbild am Herzen. Für alle Altersgruppen wichtig ist der Faktor Sicherheit, der laut der Umfrage der Studenten vor allem rund um den Bahnhof und die Drehscheibe unter den Auftritten von betrunkenen und pöbelnden Jugendlichen leidet – trotz City-Streife.„Ein Risiko:Es ist nichts los“Aus einer Studentenarbeit, die der Stadt Mühlacker eine regelmäßige Eigenwerbung im Internet-Netzwerk Facebook empfiehltDie Stadträte aus allen Fraktionen, die die Präsentation als interessierte Gäste im Ratssaal verfolgten, durften sich in mancherlei Hinsicht bestätigt fühlen. Am Verkehr, der sich täglich durch die Stadt wälzt, ist schwer zu rütteln, doch den Wunsch nach mehr Grün könnte schon in absehbarer Zeit die kleine Gartenschau erfüllen, und ein neues Einkaufszentrum ist – nach der wichtigen Weichenstellung für den Mühlehof – in der Kommunalpolitik ganz aktuell für den Bereich Goethestraße im Gespräch. Auch die Idee der Studenten für eine Strandbar am Enzufer könnte mit dem Grünprojekt 2015 Realität werden.
Der Ratssaal gehört den Studenten und ihren Zuhörern: Sechs Gruppen der Hochschule Pforzheim präsentieren die Ergebnisse ihrer Projekte, die allesamt darauf abzielen, das Image Mühlackers aufzupolieren und es – mithilfe des Citymanagers – als Einkaufsstadt attraktiver zu machen.
Konkret ging es um die Identifikation mit der Stadt, auf die nach der Erhebung der jungen Marktforscher nur 34 Prozent der über 45-Jährigen wirklich stolz sind. Wie verbunden sich die Menschen mit Mühlacker fühlen, hängt demnach – nicht ganz überraschend – vom Familienanschluss und vom Freundeskreis ab oder davon, ob sie sich als Häuslebauer dauerhaft niedergelassen haben. Als positiv bewertet werden, und das gilt für die jüngeren wie die älteren Einwohner, die Gesundheitsversorgung, die Schulen und die Anbindung mit (Stadt-)Bus und Bahn, auch das sportliche und kulturelle Angebot wird als positiv empfunden. Die schöne Landschaft in der Umgebung wird ebenfalls lobend erwähnt. Andererseits stören sich viele trotz der neuen Bahnhofstraße und der Kernstadtsanierung am Erscheinungsbild von Straßen und Plätzen, und die Gastronomie kommt, zumal bei den Älteren, auch nicht eben gut weg.
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