Mühlacker Regisseur hat den Dreh raus

Archiv

Mühlacker. Am 20. Mai wird bei Terra Xpress im Zweiten „Monster unter uns“ von Scherrer zu sehen sein, Ende April fällt die erste Klappe für eine Dokumentation, die der Wissenschaftsjournalist im Rahmen seines Aufbaustudiums zum Diplom-Regisseur an der Filmakademie dreht. Während Scherrer beim ZDF perfekte Rahmenbedingungen für seine Arbeit vorfindet, muss er als Student improvisieren und für sein Projekt, das die Lebenswelt junger Juden mit deutschem Pass zum Thema hat, sogar in die eigene Tasche greifen. Der Arbeitstitel des 30-minütigen Films lautet „Moledet – Heimat“. Hauptperson der Doku ist der ehemalige Teenie-Star und Musiker Gil Ofarim, der in München zu Hause ist.

Sebastian Scherrer (li.) mit seinen Mitarbeitern bei den Arbeiten zum Film „Monster unter uns“. Der 31-Jährige hat bereits mit der Fernsehgröße Guido Knopp gearbeitet.

Sebastian Scherrer (li.) mit seinen Mitarbeitern bei den Arbeiten zum Film „Monster unter uns“. Der 31-Jährige hat bereits mit der Fernsehgröße Guido Knopp gearbeitet.

Was Scherrer an dem Stoff interessiert, ist das Spannungsfeld, in dem deutsche Juden wie Ofarim leben. „Unser Film wirft einen Blick in eine Welt, über die viele in Deutschland fast nichts wissen – junge deutsche Juden.“ Seit 1945 lebten wieder mehr als 100000 Juden in der Bundesrepublik, und mittlerweile mache sich die zweite Generation nach dem Holocaust bereit, den Staffelstab aus der Hand ihrer Eltern zu übernehmen. „Diese neue Generation hat den Holocaust selbst nicht miterlebt, war aber die erste, mit der Holocaust-Überlebende in der eigenen Familie über ihr Trauma sprechen konnten.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen