Motorsportler als Linksaußen
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Patrick Vincon springt als Beifahrer bei einem Seitenwagen-Rennen ein – Dominik Vincon festigt Platz drei in der IDM Superstock
Mit zwei dritten Plätzen bei den Läufen zur Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft in Schleiz hat Dominik Vincon seinen dritten Platz auch im Gesamtklassement behauptet. Sein Bruder Patrick machte eine ganz neue Erfahrung: Er fuhr bei einem Seitenwagen-Rennen als Beifahrer mit.
„Immer die Fliehkraft ausnutzen, sonst hat man keine Chance“: Patrick Vincon (li.) in ungewohnter Funktion als Beifahrer im Seitenwagen beim Rennen in Schleiz. Foto: privat
Schleiz (pm/eig). Die Beiwagen-Fahrerin des Teams Gerlicher hatte sich verletzt, und spontan wurde Patrick Vincon gefragt, ob er einspringen könne. Der Knittlinger konnte und machte quasi als Linksaußen in einer RSR Suzuki F1 eine ganz neue Erfahrung. „Im Beiwagen mitzufahren ist etwas ganz anderes als selbst das Motorrad zu fahren“, sagte der 20-Jährige, der dies nie zuvor trainiert hatte. „Man hat einfach nicht selber die Kontrolle, was man macht, wann Gas gegeben wird, wann gebremst wird, wann man im Training kurz langsam macht zum Durchatmen. Und man hat eine ganz andere Position zur Strecke.“ In Sekundenbruchteilen auf die Manöver des Fahrers zu reagieren, besser noch, sie vorauszuahnen, erfordere eigentlich, mit dem Partner eingespielt zu sein. Zudem werde auch vom Beifahrer körperlich viel abverlangt. „Das ist brutal“, sagt Vincon über die andauernden Gewichtsverlagerungen. „Vor allem gibt es in Schleiz ganz viele Schikanen. Man muss immer die Fliehkraft ausnutzen, sonst hat man da keine Chance, von der einen in die andere Kurve zu kommen.“
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