Mord im Schulhaus
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Erinnerung an ein Verbrechen vor rund 50 Jahren in Bauschlott
Neulingen-Bauschlott. „Mord im Pfarrhaus“ ist der zehnte Kriminalroman von Agatha Christie aus dem Jahr 1930, doch ein „Mord im Schulhaus“ schrieb in Bauschlott vor etwas mehr als 50 Jahren traurige Dorfgeschichte. Anfangs schienen sie das Traumpaar zu sein, der 63-jährige Schulleiter Paul Thurm und seine 40 Jahre jüngere Angebetete Ute. Doch die heftige Liebesbeziehung währte nicht lange. In der im Dezember erschienen 63. Ausgabe des Heimatbriefs wurde das traurige Kapitel der Ortsgeschichte aufgegriffen.
Der Tatort: Das 1883 erbaute Schulhaus dient heute als Vereinsheim.
Oberlehrer Paul Thurm, der seit 1962 Schulleiter in dem 1883 erbauten Bauschlotter Schulhaus war, versteht es durch Anzeigen im „Reformhaus-Blatt“ und in der „Welt“, Partnerinnen zu suchen und zu finden. Seine Offerten werden „als sehr ansprechend“ empfunden. Natürlich schwindelt er ein wenig, macht sich ein paar Zentimeter länger und zehn, zwölf Jahre jünger, wenn er wirbt. Im Herbst 1963 schreibt ihm eine 20-jährige Kunststudentin namens Ute. Sie kommt am 20. Dezember 1963 – quasi als Weihnachtsgeschenk – nach Bauschlott. Ein schmales, bildhübsches Mädchen mit rötlichem Haar und weißer Haut. In Untertertia und Untersekunda ist sie sitzengeblieben. Daher hat sie 1960 die Schule verlassen, um Grafikerin zu werden. Bereits am ersten Abend bekennt Thurm sein wahres Alter und sie, was sie schon mitgemacht hat.
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