Mögliche Pleite von Abellio befürchtet
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Enzkreis/mühlacker (pm/oda). SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat „mit Sorge“ auf Veröffentlichungen reagiert, wonach das Bahnunternehmen Abellio in den roten Zahlen sei. Die Neue Ruhr Zeitung meldete am 10. Oktober, Abellio erwäge sogar die Einstellung seines gesamten deutschen Zugverkehrs Ende 2020. Das Unternehmen bezeichnete dies am 11. Oktober als „Spekulationen“, die es „entschieden zurückweist“.
Das Handelsblatt hatte Ende September unter der Überschrift „Deutsche Regionalbahnen stehen vor der Pleite“ berichtet, für Abellio könnte „nach 33 Millionen Euro Verlust im Geschäftsjahr 2019 bald das Aus in Deutschland folgen“. Abellio sei als Tochter der niederländischen Staatsbahn NS nur noch bis Jahresende durch eine Verpflichtung ihres Mutterkonzerns finanziell geschützt. Das Handelsblatt schrieb weiter, ob die Niederländer darüber hinaus an ihrer defizitären Tochter festhielten, sei „ungewiss“. Das Unternehmen bestreite die wirtschaftliche Dramatik der Situation nicht, so das Handelsblatt. Abellio wiederum schreibt „den langfristig eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen nach bestem Wissen und Gewissen nachkommen zu wollen“. Katja Mast sagt: „Natürlich lässt mich das aufhorchen.“ Abellio bedient unter anderem die Residenzbahn auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart mit Halt in Mühlacker. Mast fordert in ihrer Mitteilung, „dass sich die grün-schwarze Landesregierung, falls notwendig, sofort kümmert“. Abellio stellte in einer Mitteilung fest, zur Lösung „der strukturellen Probleme“ befinde sich das Unternehmen „in intensiven Gesprächen mit den einzelnen Aufgabenträgern“. Laut Handelsblatt habe Abellio Gespräche bestätigt, „um die Verkehrsverträge nachzuverhandeln“. Katja Mast mahnt: „Das Wettbewerbsrecht muss eingehalten werden.“
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