Mobiler Laden findet neuen Standort
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Christa Schäfers Wagen muss Platz bei B10 räumen – Gemüseverkauf künftig an der Fuchsensteige
Mühlacker. Manch ein Autofahrer, der in den vergangenen Wochen freitags auf der B10 zwischen Osttangente und Krankenhaus unterwegs war, dürfte einen vertrauten Anblick vermisst haben. Irgendetwas fehlt. Genau, der Verkaufsstand für Gemüse von Christa Schäfer. Er muss der Ansiedlung einer Produktionshalle des Porsche-Zulieferers ThyssenKrupp System Engineering weichen. Die gute Nachricht für ihre Kunden: Die Großglattbacherin hat bereits ganz in der Nähe einen neuen Standort in Aussicht.
Frisches Gemüse aus eigenem Anbau: Schon bald wird sich Christa Schäfer mit ihrem Verkaufsstand an ihrem neuen Standort an der Fuchsensteige präsentieren. Foto: Sadler
„Angefangen hat das Ganze mit meinem Sohn Tobias“, blickt Christa Schäfer zurück. Der Filius postierte sich nämlich schon im Alter von 16 Jahren mit einem Anhänger auf Höhe der Fuchsensteige an der B10, um Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten feilzubieten. Eine Geschäftsidee, der er auch noch während seines Studiums treu blieb, um etwas Geld zu verdienen. Doch irgendwann ließen ihm Beruf und Familie keine Zeit mehr dazu, und dann kam die Stunde seiner Mutter, die den Stab übernahm und seit nunmehr rund 15 Jahren frische, der jeweiligen Saison entsprechende Waren in einem Verkaufswagen anbietet. „Beim Auf- und Abbau hilft mein Mann Alfred“, berichtet sie. Doch vor Ort schmeißt die 57-Jährige den Laden allein. An Nachfrage mangelt es ihr dabei nicht. „Ich habe viele Stammkunden, die Wert auf Qualität legen.“ Die meisten kommen aus Mühlacker und Umgebung, manche auf von weiter weg. Fündig werden sie hier von März bis November an den Verkaufstagen – normalerweise freitags, in der Erdbeerzeit auch samstags – wohl alle. Ein spezieller Service gehört dazu: „Älteren Leuten trage ich ihre Kartoffeln schon mal zu ihrem Auto“, erzählt Christa Schäfer. Wobei es nicht nur darum geht, unter freiem Himmel zu verkaufen und einzukaufen. „Der Umgang mit Menschen macht mir Spaß“, sagt sie lächelnd. Und da kann es schon mal ausgesprochen familiär zugehen. „Einer bringt ab und zu einen Sekt mit; dann trinken wir ein Gläschen“, plaudert die Landwirtin aus dem Nähkästchen. Außerdem bietet ein Stopp am Verkaufswagen auch die Chance für ein nettes Schwätzle, „denn da trifft sich halb Mühlacker“.
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