Mithäftlinge brutal geprügelt
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Angeklagter ist es gewohnt, Probleme handgreiflich zu regeln
Pforzheim/Heimsheim (weg). „Ich habe immer alles mit Gewalt gelöst“, bekannte der kräftige 34-Jährige vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Karl Michael Walz. In seiner Kindheit und Jugendzeit hatte das zweimal zu Schulverweisen geführt. Der Mann, der sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten musste, schien das nicht weiter absonderlich zu finden. Er war in ärmellosem T-Shirt und Freizeitjacke im gefühlten 15 Grad kalten Saal II erschienen und wollte sich zu nichts äußern. Nichts zu seiner Person sagen und nichts über die ihm vorgeworfenen Taten.
Erster Staatsanwalt Marco Mayer warf ihm vor, er habe am 6. September gegen 18.30 Uhr in der Haftanstalt Heimsheim einem Mitgefangenen einen so starken Faustschlag an den Kopf versetzt, dass der Mann zu Boden ging und ihm Blut aus dem Ohr lief. Einem anderen Mitgefangenen schlug er ebenfalls mit großer Wucht ins Gesicht. Der wesentlich ältere Mann knallte mit dem Kopf gegen die Wand, Nasenbein und Kieferhöhle brachen, er musste zweimal operiert werden und hat den größten Teil der Sehkraft seines rechten Auges verloren.
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